Invalid partition table!

Tux

Bei einer Testinstallation von Ubuntu 18.04 Server kam bei jedem Booten die Fehlermeldung Invalid partition table! Nach dem Drücken irgendeiner Taste brauchte das System einige Sekunden, um dann ganz normal zu booten. Da ich die Fehlermeldung anfangs einfach ignorierte – es war ja nur eine Testinstallation – war ich irgendwann doch genervt und wollte den Fehler beheben.

Zunächst habe ich mir die Partitionsdaten mit fdisk -l anzeigen lassen.

 :~$ fdisk -l
Disk /dev/loop0: 86.9 MiB, 91099136 bytes, 177928 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
 Disk /dev/loop1: 86.6 MiB, 90759168 bytes, 177264 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
 Disk /dev/sda: 238.5 GiB, 256060514304 bytes, 500118192 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: gpt
Disk identifier: B2A14D90-8B45-4FFC-A992-B8FC4EFF9AB9
 Device Start End Sectors Size Type
/dev/sda1 2048 4095 2048 1M BIOS boot
/dev/sda2 4096 500115455 500111360 238.5G Linux filesystem 

Das sieht soweit ganz ok aus, da ich nur eine minimale Installation ohne Anpassungen der Partitionierung vorgenommen habe. Der erste Versuch war nun, den MBR vorsichthalber neu zu schreiben.

:~$ sudo grub-install --recheck /dev/sda
:~$ sudo grub-mkconfig -o /boot/grub.grub.cfg
:~$ sudo update-grub

Die Meldung Invalid partition table! blieb, so dass es also nicht am Bootloader liegen konnte. In einem -> Blog hatte ich gelesen, wie man den Master-Boot-Record sichert (hier ist sda der MBR).

:~$ sudo dd if=/dev/sda of=mbr.bin bs=512 count=1
:~$ file mbr.bin
mbr.bin: DOS/MBR boot sector

Die Lösung fand ich schließlich -> hier. Die Festplatte wurde bei der Installation mit GPT (GUID Partition Table) formatiert. Wie in -> Wikipedia beschrieben, liegt der Header auf dem zweiten Sektor der Festplatte und nicht auf dem ersten Sektor, dem eigentlichen MBR, von dem das BIOS zu booten versucht.

Set the boot flag on the type-0xEE partition in the protective MBR. You can do this with several different programs: – You can use version 2.22 or earlier of Linux fdisk, but do not use fdisk version 2.23 or later, since this version adds GPT support and so won’t change MBR data structures on a GPT disk. In fdisk, type a followed by the partition number (probably 1), then type p to view the partition table. An asterisk (*) should appear in the Boot column for the relevant partition. You can then type w to save your changes.
– Recent versions of parted enable you to type disk_toggle pmbr_boot on GPT disks to toggle the MBR boot flag on and off. (It will be on when you type print and the Disk Flags line reads pmbr_boot.) Do not attempt to set the „boot flag“ on any GPT partition in parted or GParted; this will adjust the GPT partition, not the protective MBR.
– In theory, you can use other GPT-unaware tools to make this change, too; but you must use a tool that will alter the MBR data structures, not the GPT data structures!

Zitat aus Legacy BIOS Issues with GPT by Rod Smith

Um den MBR zu ändern verwendet man parted wie im obigen Abschnitt 2 beschrieben mit

:~$ sudo parted /dev/sda
:~$ disk_toggle pmbr_boot

und das Problem ist gelöst.

Weitere Tipps zur Fehlerbehebung in Ubuntu gibt es -> hier.

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