Weißbrot-Frikadellen (fast vegetarisch)

Weißbrot-Frikadellen - einfach aber lecker

Hier in Rumänien wird zu fast jeder Speise Weißbrot gereicht und auch in rauen Mengen gegessen. Aus diesem Grund ist es auf dem Land auch fast unmöglich, kleinere Brote zu bekommen, so dass oft Brot übrig bleibt. Ich trockne das in Scheiben geschnittetne Brot und mache mit einer kleinen Küchenmaschine daraus Semmelbrösel. Allein zum Panieren von Fleisch und Fisch und für Nudelgerichte bleibt aber immer ein ziemlich großer Bestand im Küchenschrank, so dass ich entgegen meiner ausgeprägten Vorliebe für Fleisch das folgende Rezept verwende, um daraus fleischlose (in meinem Fall fast fleischlose) Weißbrot-Frikadellen zuzubereiten.

Das Rezept ist sehr simpel und lässt sich auf vielerlei Weise variieren und es ist nicht rumänisch, sondern dient nur der Resteverwertung.
Die Mengenangaben reichen für zwei bis drei Personen (sieben bis acht mittelgroße Weißbrot-Frikadellen).

Zutaten für Weißbrot-Frikadellen

  • 100 gr. Semelbrösel
  • 2 Eier
  • 1/2 große Zwiebel
  • etwas Öl zum Anbraten der Zwiebeln
  • 100 gr. würziger Käse (hier 50 gr. Telemea und 50 gr. Emmentaler)
  • 2 bis 4 Knoblauchzehen
  • 75 ml Sahne
  • Petersilie
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Muskat
  • Butter zum Ausbacken der Weißbrot-Buletten

Zubereitung der Weißbrot-Frikadellenn

Die klein gewürfelten Zwiebeln brate ich in der Pfanne in etwas Öl an. Zu den Semmelbröseln gibt man alle Zutaten und mischt daraus einen leicht zu knetenden Teig. Den Knoblauch drückt man am besten durch eine Knoblauchpresse.

Zutaten für die Weißbrot-Buletten

Ein Wort zum Telemea-Käse: Es gibt hier viele unterschiedliche Sorten von Telemea, die alle zwischen 30% und 50% Fett enthalten und manchmal sehr salzig sind. In der Regel wird er aus Schafsmilch hergestellt, wobei ich hier einen Käse aus Schafs- und Ziegenmilch bekomme, der relativ lange gereift ist und deswegen vor der Verwendung für zwei Stunden in kaltes Wasser eingelegt wird, um den Salzgehalt zu verringern. Beim Einkauf achte ich darauf, dass der Käse relativ trocken ist und beim Probieren sehr würzig schmeckt.
Was man beim Discounter oder im Magazin als Telemea bekommt, ist nach meinem Geschmack kaum geniessbar. Eine gute Adresse für den Einkauf in Sibiu ist der Laden mândra der Carpalat S.R.L. in der str. Gorjului, bl. 6.

Den fertig gemischten Teig für die Weißbrot-Frikadellen lasse ich für zehn Minuten ruhen, damit sich die Semmelbrösel mit der Feuchtigkeit aus Eiern und Sahne voll saugen können. Ist der Teig zu dünn, gibt man noch etwas Semmelbrösel dazu, ist er zu dick, hilft noch ein Schuss Sahne.

Der Teig wird nun kräftig gewürzt (Vorsicht mit dem Salz, wegen des Telemeas!) und zu ziemlich flachen Frikadellen geformt. Ausbacken kann man die Weißbrot-Frikadellen in Olivenöl oder in Butter, meiner bevorzugten Methode.

Bei wenig Hitze werden die Weißbrot-Frikadellen ausgebacken

Zum Ausbacken stellt man die Hitze auf relativ niedrig und achtet darauf, dass immer genügend Fett in der Pfanne ist. Die ersten Weißbrot-Frikadellen kann man schon nach knapp zwei Minuten wenden und das macht man dann mehrmals, bis man auf beiden Seiten die gewünschte Bräunung erreicht hat.
Dazu braucht man etwas Geduld, weil Butter ja bekanntlich nicht zu heiß werden darf, da sie sonst bitter schmeckt.

Übrigens ist Smetana, der rumänische Sauerrahm ein interessanter Dip zu diesem Gericht, wie er auch zu vielen traditionellen Gerichten in Rumänien verwendet wird.

Zudem muss ich gestehen, dass ich noch ein Stück Cârnaţi afumat şi uscat, eine geräucherte Hauswurst klein gewürfelt mit zum Teig gegeben habe. Ganz vegetarisch ist nichts für mich.

Ich habe mir diesmal nur einen Tomatensalat mit viel Zwiebeln in Essig und Öl garniert mit Telemea dazu gemacht.

Weißbrot-Frikadellen - einfach aber lecker
Weißbrot-Frikadellen – einfach aber lecker

Viel Erfolg beim Nachkochen und Guten Appetit!

Ähnliche Rezepte:
-> Speckknödel mit Bratensoße
-> Resteverwertung Ente

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