Rumänien und Deutschland in Corona-Zeiten – Eine persönliche Einschätzung

Erste Proteste in Rumänien gegen die Corona-Massnahmen

Dieser Beitrag ist eine weitgehend eine Kopie einer Antwort, die ich auf die Fragen einer Leserin in – Telegram zum Thema Rumänien und Deutschland in Corona-Zeiten und wie es meiner Meinung nach weitergehen wird, geschrieben habe. Ich habe ein paar Nachträge hinzugefügt, die sich in den letzten Tagen ergeben haben.

Die Frage, wie ich die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und Rumäniens sehe und meine Einschätzung zu der Möglichkeit einer direkten oder indirekten Impflicht in Rumänien spielte dabei eine gewichtige Rolle. Zu Recht, da mich zu diesem Thema öfter E-Mails von Menschen erreichen, die der deutschen Regierung inzwischen diesen Schritt zutrauen. Durchaus berechtigt, wenn man an die Masernimpfpflicht denkt, die meiner Meinung nach bereits ein erster Testballon war, um den Widerstand des Volkes zu testen. Auch Politiker, Medien und etliche „Wissenschaftler“ propagieren nicht mehr nur die indirekte Impfpflicht durch dauerhaften Grundrechteentzug für Nicht-Geimpfte, sondern reden ganz offen der Zwangsimpfung das Wort.
Dabei ist zu beachten, dass es sich dabei um keine Imfung handelt, sondern um eine genbasierte Therapie!


Wirtschaftliche Aussichten

Deutschland ist wie die ganze West-EU aus meiner Sicht auf dem absteigenden Ast. Deutsche haben im Vergleich zu vielen europäischen und „ärmeren“ Ländern im Schnitt weit weniger Privatvermögen. Der deutsche Reichtum bemisst sich an der Staatsquote und dem Steuergeld, das von der Regierung großzügigst eingetrieben und dann in der Regel sinnlos ausgegeben wird. Allein die verkorkste Energiewende und die Folgen der Migration werden einen immer höheren jährlichen Tribut fordern, der nicht spurlos an der Wirtschaftsleistung des Landes vorbeigehen wird. Im September droht mit Schwarz/Grün neues Unheil, vom Klimaschutz- bis zum Immigrationsministerium der Grünen. Auch ein Blick auf den Politikernachwuchs lässt Schlimmes erahnen, man denke nur an Kühnert und Amthor!

Rumänien leidet da weniger, weil der allgemeine Lebensstandard nicht so hoch und damit die Fallhöhe niedriger ist. Zudem sind die Rumänen familiär recht gut abgesichert. Dazu kommt die Nettoempfängerrolle in der EU, die sehr viel Geld der EU-Nettozahler in die rumänische Staatskasse spült. Die Staatsquote ist sehr gering, die Sozialausgaben sind minimal und das Bildungssystem ist ausgezeichnet. Der 7-jährige Sohn eines Nachbars spricht mit mir Deutsch und lernt zusätzlich Englisch und Russisch. Die Enkelin einer Nachbarin spricht mit acht Jahren ebenfalls so gut Deutsch, dass ich mich mit meinem Rumänisch etwas schäme. Derweil beklagt der rumänische Erziehungsminister den Rückfall der Schüler im Stoff und hat eine neuerliche Schulschließung im Herbst und Winter ausgeschlossen, weil die „entstandenen und dadurch weiter entstehenden Lücken nicht mehr aufzuholen sind“.

Bei der -> Parastasis für meinen Nachbarn habe ich einen Manager eines großen Kaffee- und Snackautomaten-Dientleisters getroffen und er hat mir zwar von Umsatzrückgängen berichtet, aber sie machen insgesamt keine Verluste. Er wahr ziemlich positiv gestimmt wenn man berücksichtigt, dass er ab Oktober wieder mit Einschränkungen rechnet. Bei meinem derzeitigen Besuch in Deutschland gehen alle mit denen ich über dieses Thema geredet habe, von einem erneuten LockDown bzw. gravierenden Einschränkungen vor allem für „Ungeimpfte“ aus.

Ich hatte es auch bereits geschrieben, dass ich den Verdacht habe, dass Rumänien den Corona-Irrsinn auch deswegen mitspielt, um von der EU möglichst viel Geld zu ziehen.


Gesellschaft

Was die „zivilisatorische“/gesellschaftliche Entwicklung betrifft, halte ich Rumänien für weitaus stabiler als Deutschland. Hier wird Familie, Tradition, Nationalstolz und auch Religion von einer großen Mehrheit sehr hoch gehalten. Ich selber bin nicht religiös, aber sehe darin einen großen Mehrwert für die Gesellschaft, gerade der orthodoxen Religion, die hier auch bei der Jugend noch eine große Rolle spielt. Natürlich gibt es auch hier in den großen Städten ähnliche gesellschaftliche Zerfallserscheinungen, aber im Moment noch in einem weit geringeren Ausmaß. Ich glaube auch, dass das Beispiel der westeuropäischen Staaten und die zunehmend an Bedeutung gewinnende Wirtschaft der Visegrad-Staaten einen großen und positiven Einfluss auf die weitere Entwicklung in Rumänien haben werden.

Weiterhin bezweifle ich (noch), dass sich in Rumänien eine Impfpflicht durchsetzen lassen wird. Die Impfbereitschaft hat seit April enorm nachgelassen und ich bin erstaunt, wie gut informiert meine Nachbarn bzgl. der Nebenwirkungen sind, auch wenn das hier nicht in den öffentlichen Medien publiziert wird. Aktionen wie die Jüngste, auf dem Gipfelpunkt der Transalpina eine Impfstation einzurichten, zeigen eher die Hilflosigkeit der Regierung im Bestreben, die Impfbereitschaft anzukurbeln. Dabei sei an das Impfdiplom auf der Burg Bran erinnert 😂
Allerings wurde bereits eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal diskutiert, aber soweit ich weiß schnell wieder verworfen, da genau dieses Personal in vielen Ländern mehr verdient und sich verkrümmeln würde. Damit wäre das rumänische Gesundheitssystem dann am Ende. Aktuell wird der Staatspräsident Iohannis so zitiert, dass er Einschränkungen für „Ungeimpfte“ eine Absage erteilt (5.8.2021). Dem widersprechen jedoch einige Politiker bereits, wie der Europaabgeordnete Eugen Tomac, der das für einen „großen Fehler“ hält.

Politisch sind hier die Kräfteverhältnisse völlig anders, da es keine Argumentationslinien für Grüne wie in Deutschland gibt. BIO ist hier, was man zuhause selbst anbaut und nicht das, was mit „BIO“ im Supermarkt ausgezeichnet ist. Feuer und Rauch sind hier (zumindest auf dem Land) normal und gegrillt wird sowieso wie verrückt. Auch der Diesel-PKW erfreut sich großer Beliebtheit.
Dazu kommt die Renitenz der Rumänen gegen Vorschriften, die ihnen nicht einleuchtend sind.  Da wird auch schon mal eine Straßensperre weggeräumt, wenn sie im Weg umgeht und die letzte Totalquarantäne in Sibiu im Februar 2021 konnte mit einem Internetformular und etwas Phantasie ganz einfach umgangen werden. Als Deutscher musste ich mich da erst mal aufklären lassen, wie man das macht.
Die Regierung kennt das Volk und das Volk seine Regierung 😉


Weitere Entwicklung im Herbst durch Corona

In Deutschland ist ja gesetzlich schon alles für den nächsten Lockdown vorbereitet, auch wenn die Infektions-, Inzident-, R-Wert-Zahlen und Sterblichkeitsstatistiken das nicht her geben. Für Rumänien kann ich das nicht einschätzen. Offiziell heißt es, dass die Schulen nicht mehr geschlossen werden, aber auch hier darf man Politikern nichts glauben. Zudem lebe ich auf dem Land, wo das alles viel lockerer gehandhabt wird und ich bin weitgehend unabhängig was die Grundversorgung angeht. Nach allem, was kritische Wissenschaftler zu den experimentellen „Impfungen“ sagen und was aus aktuellen Zahlen aus Israel und England zu schließen ist, rechne ich mit einer Schuldzuweisung an die „Impfverweigerer“. Das Framing „asozial“, „unsolidarisch“, „verantwortungslos“ usw. wurde ja bereits in Umlauf gebracht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sterbezahlen und Folgenebenwirkungen bei den Geimpften weltweit und in Rumänien entwickeln und ob dieser große Betrug längerfristig von den Regierungen durchzuhalten ist bzw. von der Bevölkerung geglaubt wird.

Die EU zerlegt sich zusehends durch ihre unklugen Provokationen der osteuropäischen Länder wie Polen und Ungarn und die Fiskalpolitik gleicht derzeit einem Vabanquespiel. Auch Tschechien ist nicht mehr -> ganz auf Linie.

Aus meiner Sicht ist die Frage, ob der seit Jahren vorbereitete Plan zur absoluten Gesellschafskontrolle so einfach durchgeführt werden kann. Norbert Häring hat dazu in -> Indubio interessante Fakten recherchiert. Es wird ganz sicher ein langer Kampf um die individuelle Freiheit werden, denn die dafür verantwortlichen Organisationen (Rockefeller, GAVI, Gates-Stiftung, WEF und viele andere) verfügen über enorme Ressourcen, haben entscheidende Stellen besetzt (z.B. bei der EMA) und wie man an den Fake-Impfungen sieht, besitzen sie keinerlei Skrupel. Daher ist meiner Meinung mit allem zu rechnen, von Geldentwertung bis zu künstlicher Lebensmittelverknappung.

Wie verflucht der Chinese einen Feind?
„Ich wünsche Dir interessante Zeiten!“
Die haben wir jetzt.

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2 Comments

  1. Lese gerade deine Einschätzungen zur Lage der Nation(en).
    Betreffs Corona bin ich in allen Punkten bei dir, daher spare ich das Thema mal aus.

    In der Frage des Zerbröselns der EU und der möglichen Folgen für RO würde ich mich zwar freuen, wenn du recht behieltest, jedoch habe ich an deiner Prognose etwas Zweifel.
    Es stimmt zwar, dass die Fallhöhe der Rumänen weit niedriger ist. Jedoch glaube ich, dass der Untergang der EU in der heutigen Form nicht durch die Drangsalierung der Visegrad-Länder wesentlich beschleunigt wird, sondern eher durch die immer gravierender werdenden wirtschaftlichen und damit finanziellen Nöte. Wenn die erste italienische Großbank fällt, dann bricht das Kartenhaus zusammen – dies wäre meine Vorhersage.
    In der EU ist der Geld-Sozialismus bereits seit Langem ausgebrochen und Änderungen nicht in Sicht.
    Im Übrigen sind Salvini und Le Pen- also diejenigen, die noch die besten Aussichten haben, vielleicht in absehbarer Zeit ans Ruder zu kommen – zwar sog. patriotische Politiker, aber wirtschaftlich sind sie beide eher sozialistisch und werden daher aus Brüssel so viel wie irgend möglich abschöpfen. Auch das wäre der Todesstoß für die EU in ihrer heutigen Form.
    Was aber würde in RO dann passieren?
    Viele der ausländischen (u.a. deutschen) Firmen leben von den harmonisierten Regeln des EU-Binnenmarktes und auch von (Förder-)Geldern aus Brüssel. Der Staat – das schreibst du ja selbst – lebt ebenfalls in seinem nationalen Budget von den Geldern der EU-Töpfe und finanziert damit u.a. auch die für Wirtschaftsansiedelungen notwendige Infrastruktur. Da ist bis zu einem halbwegs modernen Standard noch sehr viel zu tun.
    Wenn diese Geldquellen plötzlich versiegen, dann wird es sehr schwierig. Firmen würden dorthin verlagern, wo die Arbeit noch billiger ist (du kennst sicher das Beispiel Nokia aus der Vergangenheit – Bochum-> Rumänien-> Vietnam) und die Mehrheit der künftigen Kunden zuhause ist (Südostasien boomt, während Europa von den Früchten der Vergangenheit lebt).
    Einen Pluspunkt kann ich aber sehen: eine beträchtliche Anzahl junger Rumänen ist sehr gut ausgebildet und hungrig bzw. mutig. Sie könnten in der Lage sein, in einer Krisensituation Verantwortung zu übernehmen. (Gründungen)
    Und wie sagt mein Schwiegervater – befragt nach einem solchen Szenario? „Jens, mach dir keine Gedanken – wir haben unter Ceaucescu gegessen, getrunken und gefeiert und werden das auch tun, wenn es das EU-Geld nicht mehr geben sollte.“ Ich glaube, er hat recht 🙂 und dazu kommt, dass der Rumäne improvisieren kann, wie früher wir Ossis es auch konnten. Er hat es aber eben nicht verlernt…
    Abschließend gehe ich aber trotzdem davon aus, dass die abendländische Kultur am ehesten in Osteuropa eine Chance hat zu überleben und deshalb die Entscheidung sich in diesen Ländern niederzulassen so falsch nicht sein kann.
    In diesem Sinne LG und bis bald.

    1. Hallo Jens,
      danke für diesen fundierten Kommentar. Du hast natürlich recht, was Salvini und Le Pen betrifft, aber hier unterscheiden sie sich nicht von Macron, Draghi oder Iohannis. Man nimmt halt mit, was zu kriegen ist. Der Politiker und ich fürchte auch der Großteil der Menschheit, denkt nicht sonderlich weit, wenn es einen kurzfristigen Vorteil abzugreifen gibt. Wobei ich mr da schon Gedanken aufgrund des Lebenslaufs von Macron und Draghi mache, denn die stecken da wohl tiefer im Sumpf drin.
      Auch bei der Verschiebung der Prosperität in den fernen Osten gebe ich Dir recht. Der Rumäne weiß sich aber zu helfen und dein Schwiegervater bringt es auf den Punkt: Hier zählt oft noch das gute Leben in seinem eigentlichen Sinne, die Verbundenheit in der Gemeinschaft, die selbstlose Hilfe unter Nachbarn – zumindest auf dem Land. Insofern bin ich zumindest verhalten optimistisch, was Rumänien betrifft.

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