Rückblick: Die 41. Woche 2019

Rückblick Woche 41 Bildquelle: Günter Havlena / pixelio.de
Bildquelle: Günter Havlena  / pixelio.de

Der Rückblick auf die 41. Woche 2019 startet erst am Mittwoch, aber auch ohne den fehlenden Wochenbeginn ist mir genügend Unfug aufgefallen, den zu kommentieren mir ein Bedürfnis war.

Mittwoch, 9. Oktober (41. Woche 2019)

Nach dem psychisch kranken syrischen LKW-Amok-Dieb in Limburg ist heute die Begründung für den medialen Gegenschlag geliefert worden. Der rechtsextremistische Anschlag in Halle neigt die Waage wieder ganz erheblich in die allgemein gewünschte Richtung und die Twitterblasen jubilieren oder jammern je nach Intention in den höchsten Tönen. Und der Terrorist sprach in seine Kamera „Ich bin ein Loser!“. Ohne das auch zu meinen hat er damit richtig erkannt, dass er genauso krank, fanatisch, destruktiv und einfach dumm ist wie die Einzelfalltäter.
Ich komme jetzt nicht drauf, warum ich bei Limburg immer an Nizza und Berlin denken muss.


Der UNO geht das Geld aus? Und? Eigentlich geht der UN oder dem Unterverein UNESCO jedes Jahr das Geld aus, aber damit geht es ihnen genauso wie vielen Deutschen – nur das denen das Geld zu jedem Monatende ausgeht.


Nicht nur die UN, auch die EU ist knapp bei Kasse. Zumindest dann, wenn Boris Johnson Ende des Monats Ernst macht. Zwar hatte Maggie „I want my money back“ viele Rabatte ausverhandelt, die auch Deutschland zu erfolgreichen Rabattforderungen veranlasst hatten, aber der Brexit wird ein ordentliches Loch in die Brüsseler Kassen reißen. Deutschland zahlt neben vielen anderen Posten dank dem Fahrwasser hinter Maggie nur 0,15 % der Mehrwertsteuereinnahmen (das sind immerhin 2 Mrd. Euro) an die EU und genießt damit 50% Nachlass. Die Rabatte müssen weg, befindet jetzt die EU, womit sich der zu zahlende Anteil Deutschlands für den Wegfall der britischen Beiträge nochmals erhöht.
Deutschland ist schließlich ein reiches Land!


Wie man hört hat Merkel und der Bundespräsident den Opferfamilien von Halle bereits ihr Beileid ausgesprochen. Gegenüber Berlin 2016 hat sich die Reaktionszeit der deutschen Führung ganz erheblich verbessert. Respekt!

Nicht so ganz klar ist mir, wieso vor Synagogen Gedenkminuten abgehalten und Kerzen entzündet werden. Die beiden bedauernswerten Opfer waren überhaupt keine Juden.


Donnerstag, 10. Oktober (41. Woche 2019)

Der Sultan vom Bosporus droht gerade 3,5 Millionen Syrer über seine Grenzen nach Europa zu schleusen, wenn sich dort Widerstand gegen seinen Angriff auf die kurdischen Gebiete in Syrien erheben sollte. Den Wert erhält diese Drohung nicht, weil sie der Sultan ausgesprochen hat, sondern weil weder die EU noch viele ihrer Staaten zu effektivem Grenzschutz fähig sind.

Seltsam ist auch, dass es der Türkei als NATO-Land so einfach zugestanden wird, mit Truppen in fremdes Staatsgebiet einzudringen. Dass Angriffskriege Paktmitgliedern erlaubt sind, kann man mit Jugoslawien belegen, aber in der Türkei sind doch sicher keine Grünen an Regierungsentscheidungen beteiligt?


Die Kanzlerin will alles tun, damit Juden in Deutschland sicher leben können. Was um Himmels Willen hat die Frau jetzt vor? Das sieht nach einer neuerlichen 180-Grad-Wende aus!

Judenfeindlichkeit ist kein Randproblem von Radikalen. Sie lässt sich anhand der islamischen Literatur im Mainstream-Islam der vergangenen 14 Jahrhunderte in unterschiedlichen Dosierungen durchgängig nachweisen.

Ufuk Özbe, 2016, Jüdische Allgemeine Zeitung, https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/die-koranischen-verse/

Freitag, 11. Oktober (41. Woche 2019)

Der amerikanische Präsident Donald Trump steckt mal wieder in der Klemme, also zumindest wenn es nach dem Spiegel, der FAZ und der Welt geht. Seine Umfragewerte sinken, das Impeachment droht und seine Parteifreunde setzen ihn wegen des bisher nur angekündigten Abzugs aus Syrien unter Druck. Schwer zu sagen, was daran alles stimmt, aber eines ist sicher: Er führt einfach zu wenig Kriege! Bisher genau NULL! Der Ohrensegler Obama hat für den Friedensnobelpreis und eine zweite Amtszeit 2922 Tage Krieg geführt – ein Rekord. Das zu toppen wird für Donald Trump wirklich schwer!


Was für eine Überraschung:
Die schwedische Gretel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen und aktuell finden das nur knappe 9% der Leser des Merkur aus München schade. Angst vor dem Klima hat irgendwie auch wenig mit Frieden zu tun, obwohl ja Al Gore und das IPCC für das Klima 2007 auch schon mal „geehrt“ wurden.
Der ehemalige Direktor der Information Network Security Agency (INSA), die als Behörde die gesamte athiopische Kommunikation überwacht, und heutige Ministerpräsident Abiy Ahmed ist damit aber immer noch eine Spur der bessere Friedensnobelpreisträger als der Ohrensegler Obama.
Trumps Chancen waren übrigens gering – wie oben gesagt wegen zu wenigen Kriegen bisher.


Die ranghöchste Putzfrau AKK in der CDU hat sich zu einem folgenschweren Satz hinreißen lassen: „Ein solcher Angriff am höchsten jüdischen Feiertag ist ein Alarmsignal, das niemanden in Deutschland unberührt lassen kann„.
Der bekannte Kinderliebhaber Volker Beck erwidert darauf „Ein antisemitisches Attentat ist ein Attentat und kein Alarmzeichen„, weil er die Formulierung als Verharmlosung empfindet. Völlig harmlos dagegen empfindet er seine Aussagen zur Pädophilie:

„Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird.“

Volker Beck: Das Strafrecht ändern? Plädoyer für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik, S. 266.

Samstag, 12. Oktober (41. Woche 2019)

Und schon fliegt der Beatrice Egli die Scheiße sprichwörtlich um die Ohren. Der Shitstorm, eine moderne Form des medialen Krieges durch anonyme Immerallesbesserwisser gegen den nichtsahnenden Verfasser bricht los. Ein reichweitenstarker Account oder eine ebensolche Gruppe will eine vermeindliche Schandtat entdeckt haben, etliche andere entrüsten sich mit und schon entsteht das TGruppengefühl, das immer mehr minderbemittelte „User“ ermächtigt, mit allem was an verbaler Munition vorhanden ist zu schießen. Das Niveau muss immer weiter fallen, um noch eine Steigerung an Aufmerksamkeit zu erzielen – bis zufällig ein neues Opfer auserkoren wird. Derweil unbeeindruckt dreht die Formel Eins ihre Runden und auch der Münchner Flughafen hat schon wieder einen neuen Passagierrekord.
Twitter, Instagram, Facebook – die shit rooms unserer Zivilisation.

Sonntag, 13. Oktober (41. Woche 2019)

Die elektrische Zukunft des Autos ist gerettet. Jetzt kommt der Hanfakku! Die nächste Akkugeneration nach dem Lithium-Ionen-Akku ist vielleicht der -> Graphen-Akku, der aber noch gar nicht funktioniert und schon wird eine uralte Story aus 2014 wieder durch die zweifelhaften Seiten des Internet gejagt. Der -> Hanfakku! Denn Hanf heißt die Lösung für die Energiewende und er wird alle Klimaprobleme lösen – zumindest dann, wenn man genügend davon raucht.


Der Mensch ist für die moderne Kommunikation und Computertechnik von der Natur überhaupt nicht passend ausgestattet worden. Ob er die Jahrhunderte bis zur nächsten „Aufklärung“ – ähnlich wie im 17. Jhdt. – überstehen wird, halte ich für eher unwahrscheinlich.


Unsere geliebte Bundeskanzlerin hat mit dem Sultan vom Bosporus telefoniert. Sie fordert die umgehende Beendigung der Syrien-Offensive. Auch die ranghöchste Putzfrau der CDU AKK schlägt in die gleiche Kerbe. Nun ist der Sultan ein Verfechter des Islams alter Schule und er wird sich irgendwo gekratzt haben, wo es ihn am meisten juckt.

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