Der Krieg in der Ukraine und der Nachbar Rumänien

Krieg

Ich habe mir die letzten Tage reiflich überlegt, ob ich zum Thema Krieg in der Ukraine überhaupt etwas schreiben soll, denn ich bin kein Experte für Politik, schon gar nicht für Kriegsstrategie. Nun habe ich mich doch dazu entschlossen meine ganz persönliche Sicht hier darzulegen.

Am 7. Dezember 2021 hatte ich hier in einem Beitrag eine damals etwas gewagte Vermutung geäußert.

Die militärische Aufrüstung der NATO an den Grenzen zu Russland könnte sich schnell zu einem Flächenbrand entwickeln, der weit über die Ukraine hinausgehen könnte. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass Putin stets bei den Treffen des WEF dabei war und mit der Entwicklung des russischen Impfstoffs Sputnik bereits begonnen wurde, als CoVid-19 noch völlig unbekannt war. Das sollte zumindest misstrauisch machen. Ein militärischer Konflikt an Russlands Westgrenze könnte also durchaus auch ein Mittel sein, ein „kontrolliertes Chaos“ herbeizuführen, wenn Putin nicht Gegner, sondern Mitspieler ist 1). Zudem wäre damit die Ausrufung des militärischen Ausnahmezustands in jedem NATO-Land begründbar.

Ich gebe zu, dass man insbesondere das letzte Szenarium als Spinnerei und als völlig absurd abtun kann, aber nach den Erfahrungen der letzten zwei Jahren muss man jeden Schwachsinn als Möglichkeit in Betracht ziehen.

Împuşcătura – Wohin, wenn die Zwangsimpfung kommt?

Immer noch ist nicht sicher, ob Putin „Mitspieler“ ist oder nur russische Interessen vertritt, aber die von mir dargestellt Situation des (im Moment noch) kontrollierten Chaos ist eingetreten.

Jetzt allerdings scheint die Kontrolle zunehmend verloren zu gehen.

Im Moment ist mit unklar, was Putin gerade jetzt zu einem Angriff auf die Ukraine veranlasst hat. In den acht Jahren der Auseinandersetzungen im Donbas hätte es bereits ausreichend Anlass dazu gegeben, früher einzugreifen. Russische Medien berichten über Biolabore in der Ukraine, die mit Unterstützung der USA an biologischen Waffen geforscht haben sollen und über Atomforschung im ehemaligen Kernkraftwerk Tschernobyl, wo evtl. dabei entstehende Mehrstrahlung nicht auffällt. Angeblich deutet Material auf einem NATO-Laptop der ukrainischen Truppen auch auf Angriffsvorbereitungen der Ukraine auf den Donbas gegen Ende Februar hin.
Es ist aber schwer zu sagen, was als bloße Propaganda zu bewerten ist und was der Wahrheit entspricht.

Sanktionen gegen Russland

Vor allem die europäischen Länder überbieten sich seit Beginn des Kriegs in der Ukraine mit Sanktionen. Selbst so abwegige Ideen wie das Verbot der Teilnahme russischer Katzen an Züchterwettbewerben finden willige Durchsetzer. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Sanktionen gegen Russland nicht Europa mehr schaden als den Russen. Der Gaspreis liegt heute (7.3.2022) über 3.000 € je 1.000 cm Gas und auch Öl erklimmt immer neue Preisgipfel. In der Folge werden die Preise für alle Waren steigen, die unter Energieeinsatz hergestellt und transportiert werden. Also eigentlich fast alle! Die Preise für Lebensmittel steigen zusätzlich durch die sich abzeichnenden Ausfälle bei den Getreideexporten und den hohen Düngemittelkosten. Dazu kommt die sich schon seit Jahresbeginn abzeichnende Inflation.

In nächster Zukunft dürfte auch die Produktion von Microchips in den westlichen Staaten (inkl. der USA) erheblich leiden. Nornickel war 2018 der weltgrößte Produzent und Russland der weltgrößte Exporteur von Palladium, das in der Microelektronik unverzichtbar ist. Bei Nickel und Aluminium sieht es ähnlich aus.

Ich vermute, Russland wird die Sanktionen eher überleben als der Westen. Die Mehrheit der Russen sind ein wesentlich härteres Leben gewohnt, als wir wohlstandsverwahrlosten Westeuropäer und der Nationalstolz der Russen wird viele Entbehrungen für Russen erträglicher machen als für uns.

Europa und Russland schwächen

Ich finde es sehr bemerkenswert, dass die USA zwar einen NATO-Einsatz in der Ukraine ausschließen und gleichzeitig die europäischen NATO-Mitglieder versuchen, mit Waffenlieferungen und Finanzhilfen aktiv in den Ukrainekonflikt aktiv eingreifen. Ich verwende hier bewusst nicht den Begriff der NATO-Partner, da die Entscheidungen offensichtlich und schon immer ausschließlich in den USA getroffen werden. Man gewinnt den Eindruck, als solle nicht die NATO gesamt, sondern weitere einzelne Länder in den Konflikt hineingezogen werden. Wie anders ist zu erklären, dass die deutsche Bundesregierung, eine bunte Truppe von Heuchlern, Steuerbetrügern und Phantasten, Waffen und Geld an die Ukraine liefert, während die USA weiterhin Eröl aus Russland importieren.
Lieferungen in Kriegsgebiete sind eine offensichtliche Provokation Putins. Zu diesen Provokationen gehört auch die Landeerlaubnis ukrainischer Jets auf den NATO-Stützpunkten in den Nachbarländern. Sollten diese dort starten, droht Putin damit, dass er diese Länder dann als Teilnehmer am Krieg in der Ukraine ansehen würde. Die Folgen eines solchen Handelns sind dann unabsehbar.

Aus dem Vorgehen der russischen Streitkräfte schließe ich persönlich, dass Putin sich zumindest den Ostteil der Ukraine einverleiben möchte. Der Versuch zivile Opfer soweit möglich zu vermeiden und die Lebenmittellieferungen an die Zivilbevölkerung sprechen dafür, dass er zur Bevölkerung eine möglichst wenig ablehnendes Verhältnis gegenüber Russland aufbauen möchte. Militärisch wäre es für Russland ein Leichtes, die Ukraine einfach mit Bomben zu übersäen, dann allerdings wäre ein jahre-, wenn nicht jahrzehntelanger Partisanenkrieg vorprogrammiert und das Land für Russland eher wertlos.
Der WEsten der Ukraine könnte dann als entmilitarisierte Zone einen Puffer zwischen der NATO und Russland bilden.

Wem nützt der Krieg in der Ukraine?

Der Krieg in der Ukraine schafft vor allem für die USA Vorteile. Zwar verlieren die USA mit der Ukraine einen sogenannten Vasallenstaat. Nordstream 2 ist tot. Dafür wird nun amerikanisches Fracking-Gas um den nahezu 10-fachen Preis nach Europa geliefert. Vor allem aber werden die USA von der zukünftig absehbaren Schwäche Europas und Russlands profitieren, zumal die USA in den letzten Jahren ihren Nimbus als Hegemonialmacht zunehmend einbüßen. Auch der Dollar dürfte gestärkt werden, der in den letzten Jahren als Weltwirtschaftswährung immer mehr an Bedeutung verloren hat, weil die Chinesen ihr eigenes Ding machen. Der Euro wird weiter geschwächt werden und ein Zusammenbruch dieser Fehlkonstruktion einer Währung ist nicht auszuschließen und dann (wie praktisch!) eine Folge des Krieges.

Die USA haben nun auch endlich erreicht, dass mehr Geld in die Verteidigungsausgaben der westlichen Länder fließt. Zum einen wird damit die Jahre alte Forderung erfüllt, dass NATO-Mitglieder 2% ihres BIP in das Militär zu investieren haben und zum anderen wird das die amerikanische Rüstungsindustrie beflügeln. Das war übrigens eine Forderung von Trump…

Einen weiteren und nicht unerkläglichen Vorteil dürften die USA aus dem nun fehlenden Anteil der Weizenexporte aus Russland und der Ukraine ziehen. Bisher war der Anteil Russlands auf Platz 1 der Exporteure bei rund 17% und der USA von rund 14% am Weltmarkt. Mit den Sanktionen dürften die USA nun unangefochten den ersten Platz belegen und aufgrund der massiv gestiegenen Weizenpreise enorme Einnahmeüberschüsse aus diesen Geschäften generieren können. Zumindest wenn alternative Quellen für Düngemittel gefunden werden.

Rumänien und der Krieg in der Ukraine

Der Staatspräsident Iohannis ist ein treuer Gefolgsmann der EU-Bürokraten und ausgesprochener NATO-Befürworter. Rumänien ist offiziell also „voll auf Linie“.
Putin hat Rumänien direkt gewarnt, weil angeblich ukrainische Kampfjets zu Beginn des Konflikts auf rumänische NATO-Basen verlegt wurden.

Wir wissen, dass sich ukrainische Flugzeuge in Richtung Rumänien bewegt haben. Die Nutzung von Flughäfen könnte als Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt angesehen werden.

Quelle: Punctul fierbere

Moskau stört sich aber auch schon lange an der Raketenabwehrbasis Deveselu weit im Süden des Landes, die Teil der NATO-Raketenabwehr in Europa ist. Ansonsten ist Rumänien meiner Meinung nach für Russland uninteressant. Rumänien selbst ist militärtechnisch eher schwach und schlecht ausgerüstet.

Die orthodoxe Kirche ist völlig in die westliche Propaganda eingebunden. Der Sprecher des rumänischen Patriarchats, Vasile Bănescu, hat auf seiner Instagram-Seite einen Kommentar gepostet, in dem er den russisch-orthodoxen Patriarchen Kiril beschuldigt, Wladimir Putin zu unterstützen. Allerdings hat er weder den Namen des Patriarchen Kiril noch den Putins genannt, aber ein Foto der Beiden mit gepostet.

Die Pflicht zur Klarheit verpflichtet uns, auch zwischen einem echten und würdigen Primas der Kirche Christi und einem opulenten Patriarchen zu unterscheiden, der durch seine zynische Komplizenschaft mit dem mörderischen Politiker und seine Beteiligung an den abscheulichsten Dingen, die der antichristliche Mensch, der den Glauben an Gott und den Patriotismus vorgaukelt, mit Grausamkeit zu begehen imstande ist, moralisch und christlich verwerflich ist…

Quelle (mit Bild): -> rfi.ro

Erstaunlich ist allerdings, dass die Medien in Rumänien z.B. über die Anschuldigungen Putins an die USA berichten, in der Ukraine Biowaffen-Labore unterstützt zu haben. Allerdings sind das Ausnahmen, denn im Großen und Ganzen wird die gleiche Propaganda wie in der gesamten EU verbreitet.
Einige Zeitungen schüren auch Ängste vor einem atomaren Angriff oder zumindest einer atomaren Bedrohung durch sabotierte Atomkraftwerke. So sollen jetzt in Iaşi 30 Millionen Jod-Tabletten auf die Schnelle produziert werden.

Verschwörungstheorien?

In sozialen Medien wird gerne kolportiert, dass die durch den Krieg verursachten Verwerfungen in der Wirtschaft und auf den Finanzmärkten als Ausrede für den sowieso bevorstehenden weltweiten Kollaps dienen sollen. Nachdem rund um Corona viele der sogenannten Verschwörungstheorien sich alsbald als zutreffend heraus gestellt haben, ist auch das möglich.
Ich weiß es nicht!

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